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Ferien im Süden, Krankheiten und Prophylaxe
Dr. Stephan Braun

Wie jedes Jahr freuen Sie Sich auf die Ferienzeit, die Sie mit Ihrem Hund in einem südlichen Land verbringen wollen.
An was muss man denken?

  • Die Tollwutimpfung
sie ist beim Grenzübertritt obligatorisch und muss mindestens ein Monat alt sein, darf aber auch nicht länger als ein Jahr zurückliegen.
  • Staupe, Leberentzündung, Lepto-spirose, Zwingerhusten und Parvovirose
Auch diese kombinierte Impfung sollte  à jour  sein,
vor allem auch deshalb, weil der Impfstatus der Hunde in südlichen Ländern oft sehr schlecht ist
  • Leine und Maulkorb
In einigen Ländern wird zudem das Mitführen von Leine und Maulkorb vorgeschrieben

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Zusätzlich zu den bei uns vorkommenden Krankheiten findet man in Südeuropa und Nordafrika sowie in Frankreich:

  • die Piroplasmose
  • die Leishmaniose
  • die Herzwurmerkrankung
Bei der Piroplasmose handelt es sich um eine durch Zecken übertragene Krankheit, die tödlich verlaufen kann und die südlich der Alpen, im gesamten Mittelmeerraum und in Frankreich weit verbreitet ist. Die typischen Symptome sind Teilnahms-losigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit, hohes Fieber und rotbrauner Harn. Eine Behandlung muss so schnell als möglich erfolgen! Damit es gar nicht soweit kommt, ist eine konsequente Zeckenprophylaxe sehr wichtig. Ihr Kleintierspezialist kann Ihrem Hund zusätzlich zur Zeckenprophylaxe ein Medikament injizieren, welches ihn für eine Dauer von bis zu sechs Wochen sicher vor dieser Krankheit schützt. Wenn Sie regelmässig mit Ihrem Hund in den Süden oder nach Frankreich reisen, ist eine Impfung gegen die Piroplasmose möglich und auch empfehlenswert. Sie sollte regelmässig wiederholt werden. 

Die Leishmaniose ist eine im gesamten Mittelmeerraum vorkom-mende Krankheit, welche von Sandfliegen übertragen wird. Die Symptome sind mehr chronischer Natur und können die Haut und die Muskulatur, aber auch die Augen, das Lymphsystem, den Vardauungs-apparat, die Milz und das Immunsystem miteinbeziehen. Abmagerung, Schwäche, reduzierter Appetit und Fieber sind vielleicht die einzigen sichtbaren Zeichen, die Sie zu Ihrem Kleintierarzt führen. Dieser wird gegebenenfalls eine Behandlung einleiten, Ihnen aber auch Tips zur Vorbeugung geben können.

Beim Herzwurm handelt es sich um einen durch Stechmücken übertragenen Parasiten, dessen Endstadien sich v.a. in der rechten Herzkammer und in den Lungenarterien aufhalten. Die Symptome einer Erkrankung gehen von leichtem Husten über Gewichts- und Konditionsverlust bis zu Lebervergrösserung, Nierenfunktionsstörung und Schock. Diese Krankheit ist besonders in der Poebene, in der Toskana und in ganz Frankreich während den Sommermonaten verbreitet. Eine Prophylaxe ist auch hier möglich und sollte vom Zeitpunkt der Abreise bis 2 Monate nach der Rückkehr durchgeführt werden.

Keine Bange! Sie können auch im Sommer eine wunderbare Reise durch südliche Länder mit Ihrem Hund machen. Aber sie sollten dringend vorher mit Ihrem Kleintierspezialisten darüber sprechen. Er gibt Ihnen gerne Auskunft über die empfohlenen Produkte für eine wirksame Vorbeugung gegen Piroplasmose, Leishmaniose und die Herzwurmerkrankung und auch über die Art und Weise der Anwendung. 

Schöne Ferien und Gute Fahrt!

Mit frdl. Genehmigung des Autoren

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