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Christine Krättli «Wir
besitzen seit zwei Jahren eine Katze. Sie befindet sich immer in der Wohnung
und ist aber etwas wild. Sie lässt es beispielsweise nicht zu, dass
man sie in den Armen hält. Dennoch hält sie sich stets in meiner
Nähe auf, und in der Nacht schläft sie in unserem Bett. Ich bin
seit einiger Zeit pensioniert und möchte, damit ich regelmässig
an die frische Luft gehe, einen Hund anschaffen. Ich hatte auch schon früher
einen Hund. Kann ich nun ohne Probleme ein Hündchen zu meiner Katze
gesellen? Am meisten gefiele mir ein Pekinese. Wenn ich diesbezüglich
einen Züchter frage, so antworten diese stets, Hund und Katze verstünden
sich durchaus gut».
Liebe Frau G., die Frage, ob Hunde und Katzen im gleichen Haushalt friedlich zusammen leben können, wird immer wieder gestellt. Im Gegensatz zum bekannten Sprichwort, zwei Leute verstünden sich wie Hund und Katze, d. h. schlecht, ist es durchaus möglich, dass sich eine Katze und ein Hund gut verstehen. In der Tat können sich Katzen und Hunde - wenigstens anfänglich - missverstehen; denn wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, bedeutet dies Freude und Freundschaft, tut dies aber eine Katze, heisst das Wut, Aerger, Unbehagen und eventuell sogar Angriff. Da die beiden Tierarten noch viele andere Körpersignale aussenden können, werden mögliche Missverständnisse nach und nach ausgeräumt. Wenn
bei Ihnen schon bald ein kleiner Hund in die Wohnung zieht, so müssen
Sie sich bewusst sein, dass die Katze ältere Rechte besitzt, die sie
auch verteidigen wird. Dies trifft beispielsweise auf Schlafplätze,
Fütterungsgewohnheiten und Streicheleinheiten im ganzen «Revier»
zu. Sie zeigt dies mit Fauchen und Knurren und setzt gegen den Eindringling
im schlimmsten Fall auch ihre gefährlichste Waffe ein, die Krallen.
Am Anfang sollten Sie also den kleinen Hund nur unter Aufsicht mit der
Katze in Kontakt kommen lassen. Sonst besteht grosse Gefahr, dass er verletzt
wird. Schenken Sie Ihren beiden Hausgenossen gleich viel Liebe, verwöhnen
Sie sie gleichzeitig mit Leckerbissen! Denken Sie daran, dass sich eine
Katze nicht oder nur kaum erziehen lässt und ein Pekinese einen ziemlich
eigenwilligen Charakter aufweist.
Mit
frdl. Genehmigung der Autorin und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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