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Hunde im Wald an die Leine !
SOS Tiere

In unsern Wäldern der Region trifft man im Frühjahr leider immer wieder frei laufende Hunde an. Wir appelieren an alle Hundehalter ihre Hunde im Wald, auf den Waldwegen und am Waldrand an die Leine zu nehmen.
Die Zeit in der die Rehe ihre Jungen setzen (gebären) beginnt Mitte Mai, die Hasen bekommen von März bis September mehrmals Junge.

Viele Hundehalter sind überzeugt, dass ihre Hunde nicht jagen. Wenn jedoch ein aufgescheuchtes Reh davonrennt verfolgen die Hunde, ihrem natürlichen Jagd- oder Spieltrieb folgend, das Tier. Ein schwer trächtiges Reh hat gegen einen Hund keine Chance davon zu kommen. Auch wenn der Hund das Reh nicht verletzt besteht die Gefahr des Verwerfens, das Kitz wird tot geboren.
Rehkitze kauern sich nieder bei Gefahr, viele Hunde, auch soge-nannt «nicht böse», werden in der Erregung ein solches Kitz schnappen oder beissen. Nur schon ein intensives Beschnuppern genügt,dass die Mutter das Junge nicht mehr annimmt, der sichere Tod für das Kitz! Solche schrecklichen Bilder, die leider immer wieder in der Presse erscheinen, erzürnen jeden Tierfreund und vermehren die Zahl der Hundefeinde. Jeder verantwortliche Hundehalter, dies gilt auch für Jäger ausserhalb der Jagd, wird des-halb seinen Hund im Wald an die Leine nehmen. Dies schützt auch die bodenbrütenden Vögel (Bodenbrüter), die auch am Waldrand vorkommen können.

Hundehalter, die ihre Hunde trotzdem frei im Wald laufen lassen, werden verwarnt, im Wiederholungsfall ist mit ernsten Sanktionen seitens der Behörden zu rechnen. Hunde, die beim Jagen im Wald beobachtet werden, können vom Jagdaufseher oder von den Jägern abgeschossen werden. Wir beide, Jagdobmann und Tierschutzaufseher, haben einen Hund und sicher Verständnis für die Hundehaltung, doch in den letzten verbleibenden Naturgebieten haben die Wildtiere Vorrang, wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder keine Rehe und Hasen mehr beobachten können.

Rechtlich schreibt das Tierschutzgesetz in der Schweiz vor, der Hund müsse im Wald unter Kontrolle gehalten werden können. Für Hunde die keinen tadellosen Apell haben, heisst das an die Leine! Die Jäger oder der Jagdaufseher dürfen Hunde, die frei im Wald sind, nicht einfach abschiessen, wobei es leider Kantone (Bundesländer für unsere D und A Freunde) gibt, wo viele Jäger diesbezüglich einen «sehr lockeren» Abzugsfinger haben. Dort verschwinden auch immer wieder Hunde, namentlich zur Jagdzeit. Es sind dieselben Kantone, wo auch die Wölfe und Luchse gewildert werden. Wenn der Hund Wild hetzt, dürfen die Jäger schiessen und viele tun dies auch.
Es sind Fälle bekannt geworden, auch in Deutschland, wo praktisch vor den Augen des Besitzers, ein hetzender (oder angeblich hetzender) Hund abgeschossen wurde.

Also heisst das für uns Hundeführer, während der Setzzeit des Rehwildes den Hund an der Leine zu führen, zum Schutz des Wildes und des Hundes.

Ergänzende Seiten

Der Hund im Wald unser Freund - ihr Feind, F.W.

Ruhebedürftiger Nachwuchs im Wald, Frühlingszeit - Nachwuchszeit, F.W.

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