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Hundebisse am Beispiel der Schweiz
Prof. Dr. med. vet. Yair Schiftan

Eine neue Dissertation von Ursula Horisberger aus Bern in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Veterinärwesen ermittelte die Zusammenhänge zwischen Hunderassen und gebissenen Opfern in der Schweiz im Jahre 2000/01.

Während einem Jahr wurden rund 13'000 Personen in der Schweiz wegen Hundebissen ärztlich versorgt:

  • 34% der Hunde stammten aus dem Bekanntenkreis
  • 24% der Menschen wurden durch eigene Hunde gebissen
  • Hundehalter und deren Angehörige sind besonders gefährdet
  • Kinder haben ein erhöhtes Risiko, gebissen zu werden, und tragen stärkere Verletzungen davon
  • Nur zehn Prozent der Unfälle passieren ohne Vorwarnung oder aus heiterem Himmel.
  • Vom eigenen Hund gebissen zu werden, passiert bei Interaktion mit dem Hund (Rauferei, Spielen oder Streicheln)
  • Bei fremden Hunden ist es anders: Zwei Drittel der Bisse erfolgen ohne Interaktion
  • Es gibt Hunderassen, die besonders Bissverletzungen verursachen, und dies sind Schäferhunde und Rottweiler.
  • Rüden beissen dreimal so häufig wie Hündinnen.

Die Massnahmen, um die Anzahl dieser Unfälle zu reduzieren, sollten in zwei Richtungen gehen:

  1. Aufklärung über das Verhalten der Tiere und das Verhalten der Menschen dem Tier gegenüber
  2. Einschätzen von Aggressivität des Hundes, der Situation
  3. Das Auftreten des Menschen gegenüber dem Hund

Prävention beginnt bei der Zucht und es ist wichtig:

  • dass nur sozialisierte Welpen,
  • dass nur gesellschaftstaugliche und
  • gut unterrichtete Besitzer zueinander finden

Es ist tatsächlich so, dass die Tierhaltung eine Verantwortung dem Tier gegenüber ist, aber ebenso gegenüber der menschlichen Umgebung.

.Fragen, Bemerkungen an den Autoren Prof. Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG

Mit frdl. Genehmigung des Autoren