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Dr. med. vet. Roman Camen Wir haben einen 14-jährigen Perser-Kater. Seit Jahren leidet er an leichtem Übergewicht, aber sonst ging es ihm stets blendend. Seit etwa drei Monaten trinkt er sehr viel Wasser. Er nimmt jegliche Gelegenheiten wahr zu trinken, sei es aus der Toilette oder aus der Giesskanne. Anfangs hielten wir es für eine Mode, nun beginnen wir uns aber langsam Sorgen zu machen. Was könnte der Grund für dieses Verhalten sein? (Herr Steiner aus Jona SG, Schweiz) Ich rate Ihnen dringend, Ihren Tierarzt aufzusuchen. Denn dem Phänomen, das Sie beschreiben, liegt in der Regel eine krankhafte Ursache zu Grunde, die erkannt und behandelt werden sollte. Die meisten Katzen, die dieses Symptom zeigen, verlieren zu viel Wasser über den Urin. Deshalb können Besitzer betroffener Tiere auch beobachten, dass die Katzentoilette viel häufiger als gewohnt benützt wird. Die am meisten vorkommenden Ursachen bei Katzen sind entweder Diabetes oder chronisch schleichendes Nierenversagen. Im Falle des Diabetes wird wegen des erhöhten Blutzuckerspiegels Zucker über den Urin ausgeschieden, was zu einer erhöhten Wasserausscheidung führt. Beim Nierenversagen kann die Niere den Urin nicht mehr genügend konzentrieren, was den Wassergehalt des Urins massiv erhöht. Es gibt noch weitere Ursachen, die aber im Gegensatz zu den erstgenannten seltener auftreten. Ich bekomme oftmals von Haltern zu hören, dass sie der Katze oder dem Hund, der das Symptom der vermehrten Wasseraufnahme ebenfalls zeigen kann, weniger Wasser hinstellen, um dem dauernden Trinken entgegenzuwirken, weil sie es für eine Mode halten, das sie dem Tier abgewöhnen wollen. Dies sollten sie auf keinen Fall tun, denn die Tiere brauchen das Wasser in den erhöhten Mengen, weil sie, wie erwähnt, über den Urin zu viel Wasser verlieren. Nimmt man dem Tier die Wasserquelle weg, beginnt es langsam auszutrocknen und leidet unter dauerndem Durst. Mittels einem Blut- und Urinuntersuch kann in den meisten Fällen schnell eine Diagnose gestellt werden, in selteneren Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig. Fragen,
Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
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