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Kastration verhindert Katzenelend
animal-health-online.de, Dr. Manfred Stein

    Katzen und Kater, besonders frei laufende, sollten jetzt 
  kastriert werden. Die Bundestierärztekammer (BTK, Bonn) bittet
alle Katzenhalter um ihre Hilfe, das Elend vieler Tiere zu verhindern.

  Nicht von ungefähr stellten die Ägypter die Göttin der Fruchtbarkeit in 
  Gestalt einer Katze dar. Schließlich zeugen ein Katzenpaar und seine Welpen 
  in zehn Jahren statistisch gesehen ca. 80 Mio. Nachkommen. Doch so entzückend 
  junge Kätzchen auch sind - bei weitem nicht alle finden liebevolle und 
  verantwortungsbewusste Besitzer. Noch immer werden viele Katzenjunge auf 
  brutale Weise getötet oder einfach ausgesetzt. 

  Die Überlebenden verwildern, sind meist unterernährt und verenden oft genug 
  jämmerlich an Infektionskrankheiten wie beispielsweise der Katzen-Leukose 
  oder dem so genannten "Katzenschnupfen". Viele Tiere werden auch überfahren 
  oder von Jägern erschossen - Gefahren, denen natürlich jede Katze ausgesetzt 
  ist, die sich frei bewegen darf.
  
  Allerdings streifen paarungsbereite Katzen und Kater deutlich weiter und ausgiebiger
  herum als ihre kastrierten Artgenossen.

 Die Kastration wirkt außerdem auch direkt lebensverlängernd: 

  
Es ist erwiesen, dass bei Tieren beiderlei Geschlechts viele hormonabhängige
Erkrankungen verhindert oder zumindest drastisch reduziert werden. Dazu
gehören Gesäugetumore, Gebärmutterentzündungen, Prostataerkrankungen
oder Hodenkrebs. 
  
  Die Methode der medikamentösen Empfängnisverhütung, «Katzenpille» 
  als Alternative zur Kastration ist dagegen mit Risiken für die Gesundheit 
  verbunden. Zudem ist sie bei Tieren, die freien Auslauf haben, sehr unsicher.

  Als wichtiger zusätzlicher Vorteil der Kastration gilt, dass sich das 
  Zusammenleben von Katze und Mensch nach der Operation oft erheblich 
  angenehmer gestaltet. Denn eine Katze wird nicht mehr rollig und nächtelange 
  Jaulkonzerte gehören der Vergangenheit an. 

  Der Urin kastrierter Kater verliert seinen abstoßenden Geruch und bis
  zu 90% der Tiere stellen nach  dem Eingriff das Urinmarkieren ein.

  Als negative Folgen einer Kastration  können Verfettung und/oder 
  Harnsteinbildung auftreten. Beides lässt sich jedoch über speziell dafür 
  entwickelte Futtermittel sehr gut kontrollieren.

Kastration:
vollständiges Entfernen der Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke)

Sterilisation:
  Abbinden oder Durchschneiden der Samenstränge bzw. Eileiter; 
  die hormonelle Funktion der Keimdrüsen bleibt erhalten (d.h. auch
der  Fortpflanzungstrieb mit allen dazugehörigen Verhaltensweisen)

  Katzenbesitzer sollten sich auf jeden Fall von ihrer Tierärztin bzw. ihrem 
  Tierarzt beraten lassen.

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