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Leukose bei Katzen
Dr. med. vet. Roman Camen

Schon oftmals haben wir von der gefährlichen Leukose bei Katzen gehört. Was ist das genau für eine Erkrankung?
(Herr und Frau S. aus Rapperswil SG) 

Die Leukose ist in der Tat eine äusserst gefährliche Erkrankung. Gefährlich deshalb, weil sie hoch ansteckend ist und fast ausnahmslos tödlich endet. Der Erreger ist ein Virus, der 1964 erstmals isoliert wurde. Die Krankheit ist weltweit verbreitet, betroffen sind vor allem Haus- und Rassekatzen sowie einige Wildfeliden.

Man geht davon aus, dass in der Schweiz zwischen fünf und zehn Prozent der Katzenpopulation bei einem Test positiv ausfallen. Ein positiver Test bedeutet aber noch kein endgültiges Todesurteil, denn viele Katzen können den Virus jahrelang in sich tragen, bis die Erkrankung ausbricht. Unglücklicherweise stecken sie während dieser Zeit trotzdem andere Tiere an.

Die Virusausscheidung erfolgt über Speichel, Urin, Kot, Tränenflüssigkeit und Milch. Ein weiterer Übertragungsweg ist die Plazenta. Positive Muttertiere bringen in der Regel auch positive Junge zur Welt. Der Verlauf der Erkrankung ist so vielfältig, dass es schwer fällt, eine typische Leukosekatze zu beschreiben. 

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Tumor- und Nicht-Tumor-Symptomen. Die Tumore treten bevorzugt in Lymphknoten oder Bindegeweben der Haut auf. Ansonsten werden häufig Symptome wie Apathie, mangelnde Fresslust, Fieber, Abmagerung, Gelbsucht, Verdauungsprobleme, Atemprobleme, bleiche Schleimhäute oder Störungen des Harnabsatz, um nur einige zu nennen, beobachtet.

Gegen die Erkrankung kann man die Tiere impfen. Die erste Impfung kann ab einem Gewicht von 1,2 kg (meist nach etwa zwölf Wochen) erfolgen und sollte nach drei Wochen wiederholt werden. Danach folgen weitere Impfungen einmal jährlich.

Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. med. vet. Roman Camen Rapperswil SG
Mit frdl. Genehmigung des Autoren