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Dr. Yair Schiftan Die Humanmedizin ist auf den Hund gekommen. Im übertragenen Sinne, nicht direkt, wie man es ständig behauptet, sondern tatsächlich werden Hunde, aber auch andere Tiere als Hilfe, eine Art Medizin, in vielen Therapien gebraucht. Tiere werden allgemein eingesetzt um eine freundliche, stressfreie Situation zu erzeugen, die die angstreduzierend ist. Eine entspannte Athmosphäre unterstützt die Heilungsprozesse. Ein Kontakt mit einem Tier kann zu einem positiven Schub im Verlauf einer Krankheit oder bei Behinderung verhelfen. Von
einem Mädchen im Koma, das nach dem ihr Meerschweinchen zu Ihr gebracht
worden war und als sie es spürte, wieder aufwachte.
Die tägliche Arbeit mit Tieren ist weniger aufregend, aber nicht weniger nützlich: Menschen mit motorischen oder geistigen Behinderungen lernen und erleben koordinierte Bewegungen auf dem Rücken eines Pferdes was rückwirkend ihre Koordination verbessert. Aeltere Pensionäre im Altersheimen freuen sich schon auf den wöchentlichen Besuch «ihres» Hundes, den sie streicheln und füttern dürfen, urtümliche Pflegeinstinkte die sie noch ausüben dürfen. Auch die mentale Kraft der Errinerungen über die Tiere im eigenem Leben spielen eine belebende Rolle. Ein Hund als Begleiter einer blinden Person ist bei weitem nicht nur ein Wegweiser sondern ein Freund, beruhigender Faktor und Pflicht ein Lebewesen zu betreuen und nicht nur der Empfänger der Pflege zu sein. Die Interaktion und der Einfluss der Tiere sind vielschichtig und von tiefer Bedeutung. Tiere werden von uns Menschen auf der emotionalen Ebene erlebt und als nicht beurteilend empfunden, was die direkte, gute und stressfreie Interaktion erlaubt. Unsere Medizin heute, hat wieder die Weisheit der älteren Therapie-Methoden erlangt, dass der kranke Mensch nicht nur der «gebrochene Bein» Fall ist, sondern dass er auch Aengste hat und emotionell unterstützt werden muss, damit das Bein besser und schneller zusammen wächst. Als
praktizierender Tierarzt sehe ich täglich diesen wunderbaren und sichtbaren
Gips
Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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