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Dr. Stephan Braun Wer in dieser Jahreszeit mit seinem Hund einen Waldspaziergang macht, hat sicher mit diesen unschönen, glänzend-rundlichen Dingern im Fell von Tasso Bekanntschaft gemacht: Zecken! Diese zu den Spinnentieren gehörenden Insekten sind für unsere Haustiere lästige aber auch gefährliche Gäste. In unserer Gegend sind sie nicht nur Blutsauger und Verursacher unschöner Flecken auf dem Fussboden (nachdem Sie versehentlich draufgetreten sind), sondern auch Überträger von z.T. äusserst gefährlichen Krankheiten. In der Schweiz gilt bereits jede 4. Zecke als Trägerin von Borrelien-Bakterien, den verantwortlichen Erregern der Lyme-Borreliose. Diese Krankheit zeigt beim Hund eine ganze Reihe von sehr unspezifischen Symptomen: Fieber, Teilnahmslosigkeit, reduzierten Appetit, wechselnde Lahmheit an einer oder mehreren Gliedmassen, Bewegungsunlust etc.. Tatsächlich können nicht nur Menschen, sondern auch Hunde und Katzen erkranken. Heute findet man im Blut vieler gesunder Hunde Antikörper gegen Borrelien-Bakterien, was darauf hinweist, dass Hunde regelmässig infiziert werden. Dennoch lässt sich nur unter grossem Aufwand beweisen, ob ein Patient mit oben beschriebenen Symptomen tatsächlich an einer aktuellen Infektion leidet. Die Behandlung ist je nach Stadium und Erkrankungsform erfolgreich bis hoffnungslos. In der Schweiz können Hunde seit wenigen Wochen mit einem Impfstoff gegen Borreliose geimpft werden. Dieser Impfstoff ist in benachbarten Ländern bereits seit einigen Jahren im Einsatz - bisher ohne negative Zwischenfälle. Die zweite berühmte, von Zecken übertragene Krankheit, die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) kommt auch in unserer Gegend (Jona SG) immer häufiger vor. Es ist eine Krankheit mit oftmals schwerwiegenden Symptomen des Zentralnervensystems. In Gegenden, wo diese Krankheit häufiger vorkommt, wurde sie auch schon mehrmals bei Hunden nachgewiesen. Leider können wir unsere Haustiere nicht gegen FSME impfen. Der Tipp Schützen
Sie sich und Ihre Lieblinge vor diesen Krankheiten, indem Sie Hunde und
Katzen regelmässig mit Mitteln behandeln, die für Zecken tödlich
sind, z.B. diversen Spot-on Präparaten.
Diese Medikamente sind bei Ihrem Kleintierarzt erhältlich. Er erklärt
Ihnen die Anwendungsweise und auch die eventuellen Risiken.
Ihr
Kleintierspezialist ist für diese und andere Fragen rund um Ihre Vierbeiner
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Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Zürcher Oberländer»
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