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Dr. Yair Schiftan Über
Jahre hinweg hielten wir ein Zwerggeissen-Pärchen in unserem Garten.
Leider ist uns das Männchen kürzlich weggestorben. Nun möchten
wir aber wieder einen jungen Geissbock kaufen. Dieses Mal jedoch möchten
wir vermeiden, dass der Züchter dem kleinen Geissbock die Hoden mit
einem Gummiband abbindet, um ihn zu kastrieren. Schon beim ersten Böcklein
merkten wir, dass es für das Tier sehr schmerzhaft sein muss. Wir
wagten es aber nicht, das Gummiband zu entfernen. Was können wir tun,
um diese für uns fragwürdige Praxis zu verhindern? Ist diese
überhaupt erlaubt?
Diese Gummiband-Kastration finde ich wirklich auch nicht sehr tierfreundlich. Sie ist zwar erlaubt, aber immerhin wird ein Teil des lebendigen Körpers stranguliert. Eine vernünftigere Alternative ist für mich eine operative Kastration unter Narkose, die jeder Tierarzt problemlos ausführen kann. Diese Methode können und müssen Sie natürlich schon im Voraus bei der Bestellung des Geissbockes verlangen. Die Gründe, die für eine Kastration sprechen, liegen im unbeliebten scharfen Bock-Geruch und in einer eventuellen Aggressivität (Revier- und Weibchen-Verteidigung usw.), was man sicher vermeiden will. Übrigens: Auch für Ziegen gilt, dass eine Einzelhaltung nicht dem normalen Zusammenleben der Gruppen oder Herden entspricht. Deshalb ist es sehr zu begrüssen, dass Sie an einen jungen Geissbock als Gesellschaft für Ihre Ziege denken. Fragen, Bemerkungen an den Autoren Dr. Yair Schiftan Rapperswil SG Mit frdl. Genehmigung des Autoren und der Zeitung «Obersee Nachrichten»
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